Ein Weg heraus?

Gastbeitrag von Mario www.addicted.co.at

Viele die von Computersucht betroffen sind haben auch Angehörige, Freunde oder Verwandte die sich oft sorgen und helfen wollen.

Der Fehler dabei ist sehr oft der falsche Weg der dabei gegangen wird.
Meistens werden die Betroffenen damit zu direkt konfrontiert was dann zu 99,9% als Vorwurf bzw. Angriff aufgenommen wird.

Man muss das vergleichen mit einem Alkoholiker der zu einer Therapie geschickt wird ohne dass weiß um was es geht 🙂

Meist sitzen die betroffenen dann im Familienkreis oder mit dem Partner fern ab vom Computer um dort zur Rede gestellt werden.
Allerdings wäre der Idealfall kein angriff sondern ein Hinweis und dann es ohne Persönlichen Aspekt zu bereden.

Gutes Beispiel:

Schatz du spielst viel zuviel das zerstört die Beziehung und mich nervt das.  – das wäre der falsche Weg.

Besser wäre:

Schatz hast du kurz Zeit für mich, danach kannst du gerne weiter spielen.
Findest du nicht das du in letzter Zeit etwas mehr spielst als sonst?
Ich möchte ein bisschen mehr Zeit wieder mit dir verbringen, aber dir nicht das spielen verbieten.

Das wäre zum Beispiel ein recht guter Anfang um das Thema mal in den Raum zu werfen und dann ab und zu es immer wieder mal anzusprechen.

Wie würdet ihr solch heikle Themen ins Gespräch nehmen?

von Mario www.addicted.co.at

{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }

admin Dezember 13, 2011 um 22:27

Hallo Mario,

du sprichst hier ein sehr wichtigs Thema an. Die meisten Leute verhalten sich total falsch und bedrängen Betroffene. Sie werden als „Problemfälle“ angesehen und als „krank“. Manche werden sogar Agressiv und versuchen das offensichtliche falsche Verhalten sozusagen „auszutreiben“. Nur vergessen die Leute dabei vollkommen das dem Betroffenen alles andere als klar ist dass er wahrscheinlich ein Problem hat. Man kann ganz einfach niemanden helfen, wenn demjenigen nicht geholfen werden will. Egal was man macht, es wird scheitern. Auch medikamentöse Behandlungen der Schulmedizin werden hier kläglich scheitern und fehlschlagen da man niemanden auf körperlicher Basis helfen kann der eigentlich ein seelisches Problem hat.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig auf gar keinen Fall einen Betroffenen zu bedrängen. Man sollte versuchen auf einer Wellenlänge mit dem Betroffenen zu bleiben und ihm auf der Basis einer Freundschaft indirekt Hilfe zukommen lassen. Das ist der absolut beste Weg, weil sich so niemand verschließt. Dadurch wird es möglich durch verschiedene Strategien und Möglichkeiten den Betroffenen zum selbstständigen Nachdenken zu bringen, sodass bei ihm selbsständig der Gedanke reift und er selbst vollkommen eigenständig einsieht dass er wohl ein Problem hat. Dann wird er empfänglich für Hilfe und nimmt diese auch an.

Den Schlüssel zum Erfolg sehe ich über indirekte Hilfe und Impulse auf der Basis einer Freundschaft.

gruß Daniel

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