Medienkonsum bei Kindern

Suchtgefahren erkennen bei Medienkonsum von Kindern

Schon kleine Kinder verbringen viele Stunden in der Woche vor der Flimmerkiste. Sie schauen lange fern, sind in Computerspiele vertieft und hängen im Internet ab. Maßloser Medienkonsum bei Kindern kann jedoch zur Abhängigkeit führen, und oft werden Kinder schon von den Eltern dazu erzogen. Acht Prozent der zweijährigen Kinder haben einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer stehen. 23 Prozent sind es bei den sechs bis siebenjährigen. Und von den Teenagern zwischen zwölf und dreizehn Jahren haben bereits 60 Prozent ein Fernsehgerät.

Wird ein neues Gerät angeschafft, kommt das alte oft ins Kinderzimmer. Mittlerweile sind sie auch schon so günstig, dass für die Kinder neue gekauft werden. Finanzierungsangebote sind zusätzliche Lockmittel. Computer und vor allen Dingen Spielkonsolen ergänzen die Fernsehapparate.

Seit den 1990er Jahren ist der Medienkonsum bei Kindern stark angewachsen, die Anzahl der kindlichen und jugendlichen Konsumenten hat sich mehr als verdoppelt.
Kinderärzte, Psychologen und Erzieher warnen vor den Folgen von übertriebenem Medienkonsum bei Kindern, die nicht nur zu Schulversagen und Bewegungsmangel führen, sondern auch zu einer schlechteren Entwicklung sozialer Fähigkeiten. Studien beweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen schlechten Schulnoten und zu viel Medienkonsum bei Kindern gibt. Kinder und Jugendliche, die mehr als vier Stunden am Tag vor der Kiste sitzen, haben größere Konzentrationsstörungen, als ihre Altersgenossen.

Kinder mit ADHS

Gerade Kinder, die unter der Aufmerksamkeitsstörung ADHS leiden, werden als besonders anfällig für Mediensucht eingeschätzt. Exzessiver Medienkonsum bei Kindern mit ADHS wird dreimal so häufig beobachtet, wie bei anderen Kindern im gleichen Alter. Ständiger Ton- und Bildwechsel begünstigt diese Störung. Unkontrollierter Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen, die gleichzeitig ADHS haben, führt bei diesen nicht selten zu Alkohol- und Nikotinsucht. Auf Reize und Belohnungen reagieren sie viel impulsiver, und da Computerspiele und Internet ständige Reize und unverzügliche Belohnung anbieten, wird die Aufmerksamkeit nicht für das Wesentliche, sondern eher für Nebensächlichkeiten trainiert.

Eltern unterstützen diese Probleme oft noch, weil sie, um selbst abschalten zu können und Ruhe zu haben, ihre Kinder vor den Computer oder Fernseher setzen.

Medienkonsum bei Kindern – häufige Merkmale

Ein besonderes Merkmal von übermäßigem Medienkonsum bei Kindern, das schon als Mediensucht bezeichnet werden kann, ist das exzessive Computerspielen. Handys, PCs und Spielkonsolen haben ein hohes Suchtpotenzial. Kinder und Jugendliche, die dann täglich mehr als drei Stunden mit Computerspielen verbringen und dazu noch ständig vor dem Fernseher sitzen, sind extrem gefährdet. Denn maßloser Medienkonsum bei Kindern kann auf einen Realitätsverlust hindeuten.

Die sozialen und seelischen Folgen von zu häufigem Medienkonsum bei Kindern sind dann Konzentrationsmangel, Kontaktarmut, Konflikte in der Schule und mit den Eltern sowie Schulden wegen der Handygebühren. Je häufiger der Medienkonsum bei Kindern ist, umso heftiger sind die Probleme, die bei Integrationsproblemen beginnen können und über Einsamkeit und Minderwertigkeitsprobleme bis hin zu Depressionen führen.

Körperliche Schäden durch übertriebenen Medienkonsum bei Kindern

Auch Gesundheitsschäden treten vermehrt bei Kindern auf, die auf Fernsehen, Computerspiele sowie Facebook und Co. nicht mehr verzichten können. Bekannte körperliche Schäden sind:

• Kopfschmerzen
• Schlafstörungen
• Wirbelsäulenschäden
• Muskelverspannungen
• Unausgeglichenheit
• Aggressionen
• Depressionen
• Gewichtsprobleme

Frühzeitig Suchtgefahren erkennen und Alternativen anbieten, beugt übermäßigem Medienkonsum bei Kindern vor.

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ute hinsche März 12, 2013 um 20:22

Recht vielen Dank für die Informationen.Habe festgestellt dass mein Sohn Compiutersüchtig ist,wass ich auch schon vermutet habe.Er hat auch ADHS,ist total passiv,bewegt sich ungern,lässt sich kaum für etwas interessieren.Seine täglichen Aufgaben verrichtet er nur sehr ungern und unter wiederholten Aufforderungen.In seiner Ausbildung ist er versetzungsgefährdet in der Theorie in der Praxis macht er seine Sache recht gut.Er geht auch selten Raus und trifft sich selten mit gleichaltrigen.Können sie mir raten was ich tun soll.Wie Kann ich meinem Sohn Helfen.Wer hatt ähnliche vErfahrungen gemacht?

admin März 14, 2013 um 09:59

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