World of Warcraft Sucht gefährdet die Ehe

Die World of Warcraft Sucht gefährdet eindeutig die Ehe

Die allseits bekannte World of Warcraft Sucht ergibt sich aus einer gut gemeinten Eigenschaft der MMORPGs. Die Storys, die darin erzählt werden, sind langwierig und bieten die Möglichkeit, stets und ständig weiterzumachen. Man lässt sich gerne in solche Welten fallen und entwickelt schnell eine World of Warcraft Sucht, die man so schnell nicht mehr loswird. Dass diese Sucht das Eheleben tatsächlich gefährdet, bestätigte jüngst in einer Studie die Brigham Young University.

World of Warcraft SuchtBei der World of Warcraft Sucht handelt es sich um eine typische Sucht: Der Betroffene sitzt so häufig vor dem Spiel, dass er die übrigen Bereiche seines Lebens schleifen lässt. Aus der World of Warcraft Sucht ergeben sich daher auch massive Risikofaktoren für die Ehe, denn Beziehungen brauchen Zeit. Und nicht nur das – sie brauchen vor allem etwas, das im anglophonen Raum als „quality time“ bezeichnet wird, also gemeinsam verbrachte Zeit mit Tätigkeiten, die die beiden Partner enger aneinanderschweißen.

Besonders betroffen von der World of Warcraft Sucht sind Männer, die dann auch für die Eheprobleme verantwortlich sind. Die befragten Ehepartner gaben zu rund 75% an, dass sie sich mehr gemeinsame Unternehmungen mit dem Partner wünschten und diese Möglichkeit nur dann sähen, wenn der Ehepartner weniger Zeit vor dem Rechner verbrächte. Die World of Warcraft Sucht selbst ist also noch nicht problematisch. Mit dem Spiel selbst entwickeln die wenigsten Ehegatten ein Problem. Doch dadurch, dass die World of Warcraft Sucht die Ehe auf eine so harte Probe stellt und keine Zeit und keinen Raum mehr für sie übrig lässt, entsteht Vernachlässigung und die Schwierigkeiten entwickeln sich von dann an von alleine.

Eine World of Warcraft Sucht kann sich aber auch positiv auswirken. Voraussetzung dafür ist, dass der Ehepartner ebenfalls in das Spiel integriert ist. Wenn beide damit einverstanden sind, ihre gemeinsame Zeit ins Rollenspiel am PC zu integrieren, kann das Paar natürlich glücklich werden – immerhin verbringt es dann Zeit miteinander und beide haben Spaß.

Auch in einem solchen Fall wäre die World of Warcraft Sucht jedoch problematisch. Bedenken muss man dabei all die anderen Schwierigkeiten, die sich aus der World of Warcraft Sucht ergeben können. Wenn die Ehe nicht leidet, dann entwickeln sich mit der Zeit durch die World of Warcraft Sucht sicherlich andere soziale Schwierigkeiten. Man kann immerhin nicht jeden Freund ins Spiel integrieren. Es lohnt sich also, eine World of Warcraft Sucht behandeln zu lassen, auch wenn die Ehe selbst davon profitiert. Ist die World of Warcraft Sucht erst einmal durchgestanden, vielleicht auch zusammen, wird man noch viel mehr entdecken, das man zusammen unternehmen kann. Das gilt natürlich nicht nur für die Ehe, sondern auch für die Beziehung, in der man vielleicht noch nicht einmal zusammen wohnt. Gerade dann muss man sich die Zeit füreinander nehmen, was eine bestehende World of Warcraft Sucht schnell verhindern kann. Durch die World of Warcraft Sucht bleibt man womöglich lieber zu Hause oder verbringt auch in der Anwesenheit des Partners die Zeit vor dem Rechner. Das kann den Partner kränken und Risse entstehen lassen, die so schnell nicht mehr gekittet werden können.

Haben Sie selbst schon Erfahrungen gemacht mit World of Warcraft Sucht in der Ehe?

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Michael Februar 24, 2012 um 13:18

Das Thema WoW-Sucht oder Computersucht generell sollte man auf jeden Fall ernst nehmen. Es gefährdet nicht nur die Ehe sondern das gesamte soziale Umfeld. Computersucht ist ein schleichender Prozess und nicht wenige Menschen erkennen oft zu spät, dass sie sich selbst sozial isoliert haben und dass ein „normales“ Leben quasi nicht mehr existiert.

Markus April 6, 2012 um 16:05

Wow ist echt krass..
Ich selber habe WOW mal ein eine lange Zeit sehr intensiv gespielt.
Der Suchtfaktor ist echt riesig:
Irgendwann sollte man aber erkennen das es auch noch die reale Welt gibt.

Gruß
Markus

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